Seit langem erkunde ich die faszinierende und unerschöpfliche Welt der Fraktale mit der Hilfe verschiedener Software-Tools. Meine Werke entstehen durch die Manipulation von mathematischen Formeln, wodurch sich erstaunliche und komplexe Muster und Strukturen offenbaren. Die genutzten Tools sind dabei lediglich Werkzeuge, vergleichbar mit Fotoapparaten, die mir helfen, die schönsten Architekturen und Aussichten der mathematischen Welt zu entdecken und abzulichten.
Fraktale werden zwar generiert, genau genommen aber werden sie gefunden. Im unentdeckten Zustand sind sie reines Potential, welches erst im Moment der Berechnung existent und damit sichtbar wird. Schrödingers Katze hat ihre Kiste für ein Universum verlassen, in dem sie sich - immer wieder bestens versteckt - mit verschiedensten Gesichtern unendlich neu definieren und entdecken kann.
Mein künstlerische Sehnsucht gilt der Suche nach ungewöhnlichen Ansichten, die auch ein erfahrener Betrachter nicht mehr eindeutig als Fraktal einordnen kann. Sie sollen den Blick des Betrachters fesseln, farblich kraftvoll Akzente setzen und, so lange es die 2D-Umgebung zulässt, dabei auch nach Möglichkeit einen Eindruck von Raum vermitteln.
Wenn sie bei einem Blick auf eins meiner Bilder das Gefühl haben “Ich weiß nicht warum, aber es fasziniert mich.”, dann ist mein Ziel erreicht.