Kim Rijntjes

Aardenburg, Niederlande
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Über Kim Rijntjes

Kim Rijntjes zeigt zeitgenössische Frauenporträts, wie man sie selten sieht: Sie hält ein Gesicht nicht still, sie lässt es sich bewegen, fast atmen. Sie baut ein Gesicht aus Fäden, Kohle und Farbe. Fäden reißen und wandern über die Oberfläche. Ihr gewähltes Medium ist ungewöhnlich. Wo die meisten Künstlerinnen und Künstler zu Bleistift oder Pinsel greifen, um eine Kontur zu setzen, greift Kim zum Faden.

Mit Stickerei, sowohl maschinell als auch von Hand, lässt sie die gestickte Linie das Zeichnen übernehmen. Expressionistische Porträts und minimalistische Linienzeichnungen, gefangen zwischen Sinnlichkeit, Kraft und Verletzlichkeit, drei Dinge, die normalerweise getrennt bleiben, hier in ein und demselben Bild verdichtet. Die Fäden werden gelöst und neu geordnet, nie zur Ordentlichkeit gezwungen. Und die Titel bleiben bewusst offen, weil sie dir nicht vorschreiben will, was du fühlen sollst.

Alles in ihrer Arbeit weigert sich, stillzusitzen: Spannung, festgehalten in einem einzigen Rahmen, Emotionen, Ausdruck und Linienführung.
Mit ihren gestickten Porträts möchte sie alle Ethnien repräsentieren, als Symbol für weltweite Verbundenheit und menschliche Einheit. Ein Gesicht, das so offen bleibt, gehört nicht mehr zu einer einzelnen Person, sondern zu jedem, der es betrachtet.

Sie arbeitet vom Atelier-Galerie MIM in Aardenburg aus, einem historischen Gebäude im äußersten Südwesten von Zeeland.