Venus und Amor, Lucas Cranach der Ältere
Venus, die Göttin der Liebe, lehnt an einem belaubten Baum, während ihr Sohn Amor, der Gott der Begierde, versucht, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Er umklammert eine gestohlene Honigwabe und beschwert sich, während Bienen um ihn herumschwirren und ihn stechen - aber Venus interessiert sich nicht für ihren Sohn. Stattdessen ist ihre Aufmerksamkeit auf uns gerichtet.
Die lateinische Inschrift auf dem Baumstamm erklärt das Desinteresse der Venus an ihrem Sohn sowie die Moral des Bildes: Kurzes und flüchtiges Vergnügen mischt sich mit Traurigkeit und Schmerz. Sie spielt auf den Stachel von Amors Liebespfeilen an, der eine größere Qual verursacht als jeder Bienenstich.
