Über „Frühlingsfrost, Elioth Gruner“
Frühlingsfrost, Elioth Gruner
Oft als "der letzte der australischen Impressionisten" angesehen, begründete Gruner in dieser Zeit seinen Ruf als der vielleicht versierteste und lyrischste Lichtmaler des Landes und sicherlich auch als der engagierteste Pleinairist, der immer im Freien vor dem Motiv malte. In seinem Frühwerk zeigte sich eine nostalgische Bewunderung für die von Arthur Streeton und den Künstlern der Heidelberger Schule begründeten Traditionen, doch schon früh in seiner Karriere ließ sich Gruner von dem einflussreichen, in Melbourne lebenden Künstler und Theoretiker Max Meldrum inspirieren, der den Ton als wichtigsten Bestandteil der Malerei propagierte. Er begann, mit seinen Techniken zu experimentieren, und vor allem, indem er die intensive Klarheit der Winterdämmerung bevorzugte, wandte er sich der Farbe ins Licht, so dass seine Formen zu dunklen, von hinten beleuchteten Silhouetten wurden. Seine Landschaften traten in ein neues spirituelles Reich ein, das über die einfachen pastoralen Szenen hinausging und sein Auftauchen als neuer "Apostel" des Lichts markierte. Zugleich deutet die gebrochene Farbe des Vordergrunds dieses Werkes auf Gruners Interesse an den Gemälden von Emanuel Phillips Fox hin, die er 1913 in Sydney ausgestellt hätte.
Zur Zeit der Verleihung des Wynne-Preises 1919 wurde "Frühlingsfrost" gefeiert und ist nach wie vor das beliebteste und bekannteste Werk Gruners. Obwohl es in Emu Plains größtenteils im Freie
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